Wir praktizieren Yoga,

als einen offenen Weg zu mehr Gesundheit und innerem Frieden, frei von religiösen Dogmen, transparent und hinterfragbar. Uns geht es nicht darum, jemanden in festgelegte Formen zu pressen, seien sie körperlicher, psychischer oder intellektueller Art, sondern darum, sich an den Fragestellungen, Wünschen und Möglichkeiten des einzelnen Menschen zu orientieren.

Das unerschöpfliche Feld an Gestaltungsmöglichkeiten für eine individuelle Yogapraxis ermöglicht das lebenslange Üben von Yoga und eine persönliche Entwicklung – ohne dabei Schaden zu nehmen, oder das eigentliche Ziel (Selbsterkenntnis) aus den Augen zu verlieren.

In unserem Unterricht legen wir Wert darauf
- die individuellen Möglichkeiten, Erfahrungen und Ansprüche der Übenden in den Mittelpunkt zu stellen.
- auf ein gesunderhaltendes und effektives Üben zu achten.
- nicht zu lehren was wir nicht selber erprobt haben.

 

Hatha Yoga?

Hatha Yoga ist ein Begriff, mit dem alle Yogarichtungen bezeichnet werden können, bei denen das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), sowie Atemübungen (Pranayama) und Meditation (Dhyana) angestrebt wird.

In dem von uns gelehrten Yoga nach Sri T. Krishnamacharya geht es um alle Aspekte des Yoga. Und wir verwenden daher kein zusätzliches Attribut zum Begriff "Yoga". Es ist einfach nur "Yoga". So wie Wasser oder Tee – Hauptsache es löscht deinen Durst.

 

Viniyoga?

bedeutet die Kunst, jede Übung, jede Übungsreihe, jeden Praxisvorschlag des Yoga an die individuellen Gegebenheiten eines Menschen anzupassen. Diese alten Konzepte von Viniyoga setzen dabei einiges an Wissen voraus und beziehen sich sowohl auf die Bereiche der Körper- und Atemübungen, als auch auf Entspannungs- und Mediationsübungen.

Anders geagt: Der Yogaunterricht für einen Grafiker mit Burnout-Symptom hat andere Erfordernisse als der Yogaunterricht für eine 70-jährige Rentnerin. Der Yogaunterrich für eine berufstätige Mutter andere als der Yogaunterrich für eine sportliche Studentin usw.

Diese Verschiedenheiten menschlicher Voraussetzungen wurde von dem Yogi Sri T. Krishnamacharya frühzeitig erkannt und in Form seiner individuellen Übungsansätze berücksichtigt. Sein Sohn T.K.V. Desikachar, sowie andere Lehrer dieser Tradition haben seine Methoden weiter verbreitet.

 

Patanjali wer?

Es gibt einen Text, der nach langer mündlicher Überlieferung vor etwa 2000 Jahren niedergeschrieben wurde. Der Verfasser – Patanjali beschreibt in diesem klassischen Werk, dem „Yogasutra“ einen ganzheitlichen Yogaweg bestehend aus acht Gliedern (Ashtanga): persönliche Lebensführung (Niyama), Verhalten zur Welt und zu anderen Menschen (Yama), Körperübungen (Asana), Atemübungen (Pranayama), Sammlung der Sinne (Pratyahara), Konzentration (Dharana), Meditation (Dhyana), Erkenntnis (Samadhi)

In den 195 Lehrsätzen des Yogasutras sind alle wesentlichen Aspekte des Yoga prägnant und in zeitloser Form dargestellt. Das Yogasutra ist ein Standardwerk des Yoga. Dieser Quellentext enthält zahlreiche Hinweise für das Beschreiten des Yogawegs. Der Bezug zum Alltag steht dabei im Vordergrund. Durch Reflektieren über diese Lehrsätze und den persönlichen Austausch kann ein tieferes Verständnis des Yoga entwickelt werden.

 

Heilig oder stylig?

Die Bedürfnisse der Menschen sind vielfältig. Darum bieten auch die verschiedenen Yogaschulen und Yogazentren ein sehr breit gefächertes Angebot an.

Manche Yogatradition legt viel Wert auf das perfekte Ausführen der einzelnen Yogaübungen. Andere praktizieren spektakulär und akrobatisch anmutende Körperhaltungen, oder geben besonderst dem spirituellen Bereich mehr Raum. Aus Amerika kommendes "Studio-Yoga" und Yoga-Patente sind Teil eines heterogenen Yogamarkts, der besonderst das urbane Lifestyle-Gefühl und Ethik-Bedürfniss der Menschen in den reichen Großstädten unserer Welt wiederspiegelt.

Im Grunde ist es alter Wein in neuen Schläuchen. Letztlich ging und geht es im Yoga um Harmonie und Selbsterkenntnis. Ein uraltes Ziel des Menschen. Es geht dabei mehr um WIE man etwas tut, als WAS man tut.Weiter...